Fürth

Selbstvertrauen und Lebensfreude: Fürth

Noch Nürnberg oder schon Fürth? Das weiß man nicht immer so genau. Die beiden Städte sind im Laufe der Zeit zusammengewachsen, und die Stadtzentren liegen nur etwa sieben Kilometer voneinander entfernt. Um so mehr empfiehlt sich ein Besuch in Fürth, einer Stadt von ganz eigener Geschichte, großem Selbstbewusstsein und freundlich gelassener Lebensart.

Mehr als 1.000 Baudenkmäler
Geradezu greifbar sind das Geschichtsbewusstsein und der Stolz der Fürther auf ihre hübsche Stadt. Nicht zu Unrecht, wie die historisch-gemütliche Altstadt beweist. Rund um den Gauklerbrunnen finden sich verschiedene, wunderbar gepflegte Ensembles aus dem 17. und 18. Jahrhundert; kein Haus gleicht hier dem anderen, Dachformen, Höhen, Stile und Fassadengestaltungen wechseln sich in munterer Folge ab. Um die Gustavstraße herum reiht sich eine Kneipe an die andere, und im Sommer scheint das Viertel ein einziger Biergarten zu sein. Allein in der Innenstadt liegen genau 1.169 Baudenkmäler, eine Dichte, die mit die höchste in ganz Deutschland ist. Herausragend ist das Rathaus, das vom Stil her und mit seinem 55 Meter hohen viereckigen Turm, dem Wahrzeichen der Stadt, sehr an den Palazzo Vecchio in Florenz erinnert – auch das ein Hinweis, dass die Fürther nicht gerade unter falscher Bescheidenheit litten. Weiter prägen mehrere Straßenzüge mit geschlossener Bebauung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts das Bild der Innenstadt, zum Beispiel an der Hornschuchpromenade mit ihren schönen Wohnhäusern der Gründerzeit und des Jugendstils.

Dampfradios, Flimmerkisten und schöne Erinnerungen
Im neuen Stadtmuseum Fürth, benannt nach Ludwig Erhard, dem Vater des deutschen Wirtschaftswunders in den 1950er Jahren und gebürtigem Fürther, bekommt man in einer spannenden Zeitreise sozusagen die Zusammenfassung der über tausendjährigen Stadtgeschichte präsentiert. Dass Fürth auch ein Zentrum der Entwicklung von Radio und Fernsehen war, zeigt das Rundfunkmuseum: Zwölf Stationen schlagen den Bogen von den Vorläufern und Anfängen des Rundfunks in den 1920er Jahren über die Geschichte des Rundfunks und Fernsehens in der DDR bis hin zu Gegenwart und Zukunft audiovisueller Medien.

Wer nun Erholung von der Bilderflut des Rundfunkmuseums sucht, ist im Stadtpark genau richtig. Anlässlich der Gartenschau „Grünen und Blühen“ im Jahr 1951 angelegt, ist er bis heute ein Gartendenkmal von bundesweiter Bedeutung. Der Treffpunkt für Verliebte und eine Oase der Ruhe, an die wohl jede Fürtherin und jeder Fürther schöne persönliche Erinnerungen hat. Schöne Erinnerungen: Das ist es auch, was jeder Besucher aus Fürth mitnimmt.

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