Koblenz, Festung Ehrenbreitstein
Koblenz, Festung Ehrenbreitstein ©panthermedia

Deutsches Eck und Weltkulturerbe: Koblenz

Am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, am weltbekannten Deutschen Eck, liegt eine der schönsten und ältesten Städte Deutschlands: Koblenz. Vier Mittelgebirge und weite Wald-, Grün- und Wasserflächen bilden die einzigartige Kulisse rund um die Stadt. Große Zeugnisse der über 2000-jährigen Geschichte der Stadt sind Kirchen, Schlösser, ehemalige Adelshöfe und herrschaftliche Bürgerhäuser.

Wo Kulturen sich treffen und man im Deutschen Kaiser wohnt

Französische Lebensart und deutsche Tradition haben ein eigenes Biotop entstehen lassen, in dem gemütliche Weinlokale, eine Küche zwischen raffiniert und herzhaft ebenso wie eine natürliche Herzlichkeit besonders gut gedeihen. Sich in den engen Gassen und an romantischen Winkeln oder auch einladenden Plätzen von diesem Flair bezaubern zu lassen – dafür kommen Besucher aus der ganzen Welt nach Koblenz. Ein Altstadtbummel könnte an den Vier Türmen beginnen, wie die Erker der barocken Eckhäuser an der zentralen Kreuzung genannt werden. An der Hauptwache von 1689 erinnern Geschütze, Fahnen, Musketen und Hörner an die Soldaten, die hier polizeiliche Aufgaben wahrnahmen. Weiter geht es zum Schängelbrunnen, dem zweiten Wahrzeichen der Stadt: Er steht, umringt von den Barockbauten des Jesuitenensembles, im Rathaushof und erinnert an die Zeit um 1800, als Koblenz zu Frankreich gehörte und die Buben auffallend oft Jean getauft wurden – woraus dann im Dialekt Schang wurde und daraus wiederum Schängel. Es waren wohl ziemliche Lausbuben darunter, denn die Brunnenfigur speit in unregelmäßigem Rhythmus einen kräftigen Wasserstrahl weit über das Brunnenbecken hinaus. Sehenswert ist auch der Deutsche Kaiser, kein imperiales Monument, wie man meinen könnte, sondern ein gotischer Wohnturm, in dessen Parterre heute ein nettes Gasthaus einquartiert ist.

Große Kunst in alten Mauern und ein prickelndes Vergnügen

Doch nicht nur barocke und gotische Baumeister haben Spuren hinterlassen, sondern auch der berühmte Kunstsammler Peter Ludwig: Das Ludwig Museum befindet sich im Deutschherrenhaus, nahe dem Deutschen Eck; vier Stockwerke sind der Sammlung Ludwig und wechselnden Ausstellungen gewidmet. Die Sammlung konzentriert sich auf die Zeit nach 1945 und zeigt Werke u.a. von Pablo Picasso, Jean Dubuffet, Pierre Soulages und Serge Poliakoff bis zu den „Nouveaux Réalistes“ oder der Bewegung „Figuration libre“. Ein wunderbarer Gegensatz: moderne Kunst in mittelalterlichen Mauern, Klassiker der Moderne in einer liebenswerten alten Stadt. Dem Kunstgenuss könnte ein Genuss der prickelnden Art folgen: Im Deinhard-Kellermuseum, mitten im Stadtzentrum, dem Stammhaus der bekannten Kellerei.

Highlights

Als Deutschland noch Kaiser hatte: das Deutsche Eck

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