Konstanz, Hafenfigur Imperia
Konstanz, Hafenfigur Imperia ©Tourist-Information Konstanz (Pfeiffer, Patrick)

Schönheit, die Natur und Kultur verbindet: Konstanz

Welche Stadt, und das fragen sich nicht nur Gäste, sondern auch die Bewohner selbst immer wieder voller Stolz und Begeisterung, könnte reizvoller gelegen sein als Konstanz? Und tatsächlich, die größte Stadt am Bodensee mit ihren über das Wasser auf die Alpen und den Schweizer Seerücken reichenden Perspektiven ist ein Ferienziel von betörender Schönheit.

Selbst dann, wenn man sich, so schwer es fällt, die Stadt einmal ganz wegdenken würde, wäre ein Besuch unbedingt empfehlenswert. Denn zu Konstanz gehört auch die Blumeninsel Mainau, schon für sich ein Magnet für jährlich mehr als eine Million Besucher und immer im Frühjahr und Sommer ein mediterraner Traum aus Millionen Blüten, Orangenbäumchen, Palmen und uralten Mammutbäumen. Naturfreunde kommen aber auch auf anderen Inseln vollkommen auf ihre Kosten, auf der Reichenau beispielsweise, mit ihren sonnenverwöhnten Weinen und dem Wollmatinger Ried, einem der größten Naturschutzgebiete Deutschlands. Oder auf der Halbinsel Höri, einer wahren Naturschönheit zu allen Jahreszeiten, auf der es sich so wunderbar entspannen lässt. Nicht zu vergessen Lindau, per Bahn oder über eine Brücke vom Festland aus zu erreichen, ein romantisches Erlebnis mit der berühmten Seepromenade und der Hafeneinfahrt.

Theater, Kunst, Musik und Museen

Auch sein kulturelles Leben macht Konstanz zu einem weithin bekannten Zentrum. Das Theater Konstanz, die Südwestdeutsche Philharmonie oder das Kulturzentrum mit Kunstverein und Wessenberg-Galerie, das Kunst- und Kulturzentrum K9, das mit Rock, Pop, Jazz, Theater und Kabarett aufwartet: Die Kulturlandschaft ist ebenso beeindruckend wie die Schönheiten der Natur, in die Konstanz eingebettet ist. Auch das Archäologische Landesmuseum oder das Rosgartenmuseum, das die Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt und der Region darstellt, sind immer einen Besuch wert. Ebenso das Sea Life, das die Unterwasserwelt von Rhein und Bodensee auf einer spannenden Reise von der Rheinquelle in den Alpen durch den Bodensee bis nach Rotterdam und in die Nordsee zeigt.

Johannes Hus und sein tragischer Besuch

Der einzige Mensch indes, der einen Besuch in Konstanz bereuen musste, ist Johannes Hus. Anlässlich des Konzils von Konstanz war er in die Stadt gekommen, um seine vorreformatorischen Thesen zu vertreten. Trotz der Zusicherung freien Geleits wurde er festgesetzt und als Ketzer verbrannt. Das hielt die frommen Herren aber nicht davon ab, gleich einmal einen neuen Papst zu wählen: Die Papstwahl von 1417 sollte die einzige sein, die jemals nördlich der Alpen abgehalten wurde. Viele Tausende Besucher zählt das Hus-Museum jedes Jahr; es dokumentiert Leben und Wirken des Jan Hus, der als Philosoph der Gewissensfreiheit bis zum heutigen Tag in großem Ansehen steht. Und zum Glück war Jan Hus eine wirkliche Ausnahme: Jeder sonst behält seinen Besuch in Konstanz nur in allerbester Erinnerung.