Ratingen

Wälder, Felder, Industriegeschichte: Ratingen

Ratingen ist eine der vier alten bergischen Hauptstädte und mit seinen ausgedehnten Wäldern, Wiesen und Feldern, die stattliche 75 Prozent der Stadtfläche ausmachen, sozusagen das grüne Herz und der ruhende Pol dieser lebendigen Städtelandschaft an Rhein, Ruhr und Wupper. Ein Erlebnis zwischen Natur, Kultur und Industriegeschichte, das jeden Abstecher lohnt.

Der Stolz der kleinen Schwester

Ratingen erwarb die Stadtrechte schon 1276, verliehen von Herzog von Berg, esist damit älter als die große Schwesterstadt Düsseldorf. Dass man darauf stolz ist, ver­steht sich von selbst, und eindrucksvolle Wallanlagen, altehrwürdige Gebäude und ein sehenswerter Marktplatz zeugen von der eigenen Rolle, die die Stadt seit dem 9. Jahrhundert spielte. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Wasserburgen „Haus zum Haus“ und Schloss Linnep, das Schloss Landsberg und die Kirche St. Peter und Paul, alle aus dem 12. und 13. Jahrhundert, das Fachwerkhaus „Im Roten Hahn“ und, ein Relikt von höchster industriegeschichtlicher Bedeutung, die Textilfabrik Cromford von 1783, eine mechanische Baumwollspinnerei, die als erste Fabrik auf dem europäischen Festland gilt.

Puppen im Museum und eine Kunstsammlung von Weltrang

Die Ratinger freuen sich aber auch in der Gegenwart über ihr Kultur- und Freizeitangebot. Das Stadttheater bietet einen idealen Rahmen für ein breites Spektrum bekannter Gastspielbühnen, Künstler und lokale Kultur treffen während der „Zelt Zeit“ aufeinander, und im Sommer lockt die Freilichtbühne Blauer See. Das Puppenmuseum zeigt viele schöne Beispiele aus der deutschen und französischen Puppenproduktion seit 1850. Die Puppe Luise, die ihren Gästen so anschaulich wie charmant zeigt, wie unsere Groß- und Urgroßmütter gelebt haben, führt durch die Sammlung. Die Kunstsammlung der Stadt schließlich steht unter dem Motto „Auf der Suche nach dem verborgenen Leben“, und die hier vertretenen Künstler repräsentieren absolute Weltklasse, darunter Joseph Beuys, Arnulf Rainer, Antoni Tàpies, Cy Twombly, Ugo Dossi, Julian Schnabel und Christian Ludwig Attersee.

Ebenfalls sehenswert ist der Kunstweg in Ratingen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Kulturgebiet zwischen Düsseldorf, dem Kreis Mettmann und den Niederlanden neu zu vernetzen. Er durchzieht das gesamte Stadtgebiet. Seine Eckpunkte sind im Westen der Erholungspark Volkardey, im Osten das Angertal mit Verweis auf die berühmte Wallfahrtsstätte Neviges und das menschheitsgeschichtlich nicht weniger bedeutsame Neandertal. Der Weg ist rund elf Kilometer lang und durchläuft verschiedene Landschaftstypen, auf die zehn Künstler mit Skulpturen Bezug genommen haben.

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