Schwerin

Schwerin: Stadt der sieben Seen und der großen Künste.

Schwerin ist mit etwas weniger als 100.000 Einwohnern die kleinste deutsche Landeshauptstadt. Herrlich gelegen in einer malerischen Umgebung, an Seen inmitten des Stadtgebiets, in denen sich die ziehenden Wolken des nördlichen Himmels ebenso spiegeln wie das Wahrzeichen der Stadt, das Schweriner Schloss. Ein passendes Wahrzeichen: luftig, leicht, hell und freundlich – wie die Stadt selbst.

Schon aus dem Jahr 965 existieren Aufzeichnungen über eine Burg inmitten eines Süßwassersees, den Historiker im heutigen Schwerin vermuten, aber erst nach 1160 erfolgten die eigentliche Gründung der Stadt und der Wiederaufbau der Burg, die heute international bekannt ist als das Schweriner Schloss. Schon wenige Jahre später wird der erste Dom gestiftet, das einzige mittelalterliche Baudenkmal Schwerins, das die Jahrhunderte überdauerte, wenn auch in wechselnder Gestalt. Der erste Dom musste aus Platzgründen bald bis auf den Turm niedergerissen werden, und auch die 1248 geweihte romanische Bischofskirche genügte bald nicht mehr den Ansprüchen: Graf Heinrich von Schwerin hatte von einem Kreuzzug einen vermeintlichen Blutstropfen Christi mitgebracht, die Reliquie des Heiligen Blutes. Sie erforderte schließlich einen Aufbewahrungsort, der dem Pilgerstrom standhalten konnte, und so entstand schon um 1270 der neue Dom, in der Folgezeit eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen im Nordosten des Deutschen Reiches. Stadt der sieben Seen, Florenz des Nordens, Domstadt, Residenzstadt: Heute hat Schwerin viele Namen. Und alle passen, denn die Stadt präsentiert sich als gelungene Mischung aus Natur und Architektur, großer und kleiner Kunst und den Zeugnissen ihrer langen Geschichte. Wer über das Kopfsteinpflaster des Marktplatzes und der kleinen Altstadtgassen bummelt, wer im zentralen Stadtteil Schelfstadt den größten zusammenhängenden historischen Baubestand der Stadt auf sich wirken und wer seinen Blick staunend über das traumhaft schöne Schloss schweifen lässt, der merkt es schnell: In Schwerin gibt es viel zu sehen und zu erleben.

Das Schloss ist das Wahrzeichen der Stadt, märchenhaft auf einer Insel zwischen Schweriner See und Burgsee ruhend. In seiner Umgebung sind vor allem der Schlossgarten, das Staatliche Museum, die Siegessäule, das Alte Palais, der Marstall und die klassizistische Staatskanzlei sehenswert. Kulturliebhaber verzaubert die Stadt durch unterschiedlichste Aufführungen im Mecklenburgischen Staatstheater mit seinen zahlreichen Spielstätten, darunter Konzertfoyer, E-Werk, die Theaterkneipe werk3 und nicht zuletzt das Puppentheater. Kultureller Höhepunkt und mittlerweile international geschätztes Festival der ganz großen Opernkunst sind aber ohne Zweifel die grandiosen Schlossfestspiele. Inszenierungen von Puccini bis Verdi vor märchenhafter Kulisse im Schlossgarten oder im Innenhof des Schlosses ziehen jedes Jahr mehrere Zehntausend Gäste nach Schwerin.

Einer Hauptstadt würdig erweisen sich auch die Staatlichen Museen Schwerins. In der Galerie Alte und Neue Meister finden sich Sammlungen flämischer und holländischer Maler des 16. bis 18. Jahrhunderts, aber auch Werke der Konzeptkunst von Marcel Duchamp können hier besichtigt werden.

Auch der Veranstaltungskalender ist aller Ehren wert: Schwerin ist Spielort der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern; im Mai finden das Filmkunstfest und die Parade der Weißen Flotte statt, im Juni und Juli sind es Töpfermarkt, Fünf-Seen-Lauf, Christopher Street Day und Drachenbootfest, später Altstadtfest und Weinfest und die Schweriner Literaturtage. Mit dem Mäkelborger Weihnachtsmarkt endet das Veranstaltungsjahr. Ein großes Programm für die kleine Landeshauptstadt, und jeder freut sich dann schon auf die neue Saison – und auf die vielen Gäste, die wieder gern nach Schwerin kommen. Das nächste Mal dann hoffentlich auch Sie.

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