Trier, Dom und Liebfrauenkirche
Trier, Dom und Liebfrauenkirche ©DZT (Jeiter, Michael)

Römer, Wein und gutes Leben: Trier

Trier, als Augusta Treverorum 16 vor Christus unter Kaiser Augustus gegründet, ist nicht nur als älteste Stadt Deutschlands bekannt, sondern auch als bedeutendes Zentrum antiker Baudenkmäler und Kunstschätze. Der gigantische Bauwille, mit dem die Römer diese Stadt geprägt haben, zeigt sich schon alleine beim Anblick der Porta Nigra, dem am besten erhaltenen Stadttor der antiken Welt und heutigem Wahrzeichen der Moselmetropole.

Von den Römern bis heute: 2000 Jahre große Geschichte

Trier hat viele Gesichter – kein Wunder bei einer Stadt mit über 2.000-jähriger Historie. Augusta Treverorum oder Novaesium, Trier oder Neuss – welches nun wirklich die älteste Stadt Deutschlands ist, soll hier offengelassen werden. Fest steht aber, dass Trier schon von den Römern in den Rang einer Stadt – im Gegensatz zur Siedlung – erhoben wurde. Römische Kaiser, später Bischöfe, Kurfürsten und Bürger haben der Stadt ihr Gesicht gegeben; Baudenkmäler von Weltrang – viele davon seit 1986 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes – und Kunstschätze sind erhalten geblieben und erzählen ihre bewegte Geschichte. Die Porta Nigra, das Amphitheater oder die berühmten Kaiserthermen, in denen es sich die Römer gut gehen ließen, die Relikte der Barbarathermen aus dem 2. Jahrhundert und die ebenso alte Römerbrücke, heute noch als wichtige Verkehrsverbindung genutzt, zeugen von der großzügigen Anlage der Stadt durch die Römer.

Mittelalter vom Besten. Und ein Denker, der die Welt veränderte

Aber auch die mittelalterlichen Baudenkmäler wie der Trierer Dom St. Peter, der älteste Deutschlands, oder, mit dem Dom durch einen Kreuzgang verbunden, die Liebfrauenkirche, erbaut zwischen 1227 und 1243 im frühesten gotischen Stil, hinterlassen einen tiefen Eindruck bei jedem, der ein Auge für kulturhistorische Schätze hat. Der mittelalterliche Hauptmarkt mit Steipe, Rotem Haus, St. Gangolf, Marktkreuz, Petrusbrunnen und der nahe liegenden Judengasse, die Benediktinerabtei St. Matthias und die wehrhaften Wohntürme wie der Frankenturm oder der Turm Jerusalem sind weitere Stationen auf einem Spaziergang durch das alte Trier. Eine gute Gelegenheit auch, das beeindruckende Stadtmodell im Stadtmuseum Simeonstift zu bewundern oder im Rheinischen Landesmuseum das Neumagener Weinschiff, antike Fundstücke und Mosaikfuß­böden zu betrachten. Und auch wenn seine Fangemeinde überschaubar geworden ist: Karl Marx war einer der größten deutschen Denker und Philosophen, und das Karl-Marx-Haus, sein Geburtshaus ist in jedem Falle einen Besuch wert.

Das Gelobte Land für Weinkenner und Feinschmecker

So viel Geist und Geschichte, und doch ist Trier mit der Fachhochschule und der Universität eine durch und durch junge und lebendige Stadt, eine wunderbare, lebens- und liebenswerte Verschmelzung von beeindruckender Vergangenheit und pulsierender Gegenwart. Überall in der Stadt bieten sich Geschäfte, Cafés, Kneipen und Bistros zum Bummeln und Verweilen an. In Kultureinrichtungen und Szeneclubs wird ein vielfältiger Mix aus Musik, Kleinkunst und Unterhaltung geboten, und natürlich spürt der Gast auch in Trier die Nähe zum französischen Nachbarn. Vor allem dann, wenn es um den guten Geschmack geht. Eine ganze Reihe vorzüglich bewerteter Restaurants in der Stadt und vor ihren Toren bieten kulinarische Köstlichkeiten, die keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Große Weine von Mosel, Saar und Ruwer spielen dabei natürlich eine wichtige Rolle, und die Winzer der Region begeistern bei zahlreichen Stadt- und Weinfesten. Jährliches Highlight ist das einen Monat währende Wein- & Gourmetfestival. Hier werden in der regionalen Gastronomie und in ausgewählten Locations geschmackliche Höchstleistungen geboten – ein guter Grund, sich einfach mal einen ganzen Monat in Trier zu gönnen.

Highlights

Weltbekanntes Wahrzeichen: die Porta Nigra

Zustände wie im alten Rom: Brot & Spiele

Wellness der Antike: die Kaiserthermen

Alternativ und innovativ: das Kulturzentrum TUFA