Tübingen

Die ewige Studentenstadt: Tübingen

Tübingen: eine der klassischen deutschen Universitätsstädte, und doch wirkt sie behaglich, fast beschaulich. Professoren und Weinbauern, aufmüpfige Studenten und schwäbische Bürger – es war nicht immer ganz konfliktfrei, wie man sich begegnete. Doch die Stadt Hölderlins hat längst Frieden gefunden zwischen dem Glockenspiel im Rathausturm und krachenden Gitarren in den Clubs.

Steile Treppen, enge Gassen und spitze Giebelhäuser prägen das Stadtbild von der Altstadt bis hinauf zum Schloss. Der liebevoll restaurierte mittelalterliche Stadtkern, geschäftige Betriebsamkeit und studentisches Lebensgefühl verbreiten viel Charme; Geschäfte, Straßencafés und Weinstuben, Studentenkneipen, Restaurants und Gaststätten laden ein zum Bummeln und Verweilen. Und dass in Tübingen immer etwas los ist, wundert nicht bei 28.500 Studenten, die die Stadt bevölkern. Eine echte Volksbelustigung ist das Stocherkahnrennen rund um die Neckarinsel, das wohl wildeste Spektakel im Tübinger Veranstaltungskalender. Das Team, das als erstes die Ziellinie überquert, erhält ein Fass Bier, das Verliererteam hingegen muss einen halben Liter Lebertran trinken: Man ahnt den studentischen Schabernack, der Pate stand bei diesem Ereignis.

Postkartenmotive: Marktplatz und Hölderlinturm

Wunderbare Motive nicht nur fürs Fotoalbum bieten sich beispielsweise am Marktplatz, mit Rathaus und Neptunbrunnen das neben der Neckarfront wohl begehrteste Fotomotiv in Tübingen. Das den Marktplatz beherrschende Rathaus wurde 1435 dreistöckig erbaut, 1508 aufgestockt und 1511 mit einer kunstvollen astronomischen Uhr verziert, die bis heute funktioniert. Eine Stocherkahnfahrt auf dem Neckar eröffnet dann den Blick auf die malerische Neckarfront mit dem Hölderlinturm. Hier lebte der gemütskranke Dichter Friedrich Hölderlin von 1807 bis zu seinem Tode 1843 bei der Familie des Schreinermeisters Zimmer. Heute ist der Hölderlinturm literarische Gedenkstätte und Museum.

Spannende Ausstellungen und wo sich alle einig sind

Weltberühmt sind die Ausstellungen in der Tübinger Kunsthalle: Sie geht auf eine private Initiative der Schwestern Paula Zundel und Margarete Fischer-Bosch Anfang der 1970er Jahre zurück. Sie sollte ein Ausstellungshaus im Gedenken an Paulas Ehemann werden, den Maler Georg Friedrich Zundel. Die Kunsthalle verfolgt ein Konzept, das seine Spannung aus dem programmatischen Wechsel zwischen zeitgenössischer Kunst und Kunst der Moderne bezieht. Große internationale Erfolge feiert man auch mit monografischen Ausstellungen weltberühmter Maler, Wegbereitern der Moderne wie Paul Cézanne, Edgar Degas oder Pablo Picasso. Das Museum Schloss Hohentübingen, das Museum Boxenstop für Autos und Spielzeuge – was durchaus auch dasselbe sein kann – und weitere Sammlungen und Galerien, außerdem die Tübinger Theater und Festivals setzen ihre Akzente in der Kulturszene. Denn da sind sich Bürger und Studenten, Weinbauern und Professoren einig: Kultur macht Spaß und gute Laune.

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