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Münster: der jugendliche Charme großer Geschichte.

Münster: der jugendliche Charme großer Geschichte.

Münster ist eine weltoffene Stadt, jugendlich, lässig und stolz auf mehr als 1.200 Jahre Stadtgeschichte. Ob als Bischofssitz, Mitglied der Hanse oder Universitätsstandort – schon immer hat Münster für die Region und weit darüber hinaus eine wichtige Rolle gespielt. Und als Stadt des Westfälischen Friedens hat es sich ins Buch der Weltgeschichte eingeschrieben.

Deutschlands schönste Stadt? Für viele wäre ihre Wahl wohl eine klare Sache, und dass Münster auch schon als „lebenswerteste Stadt der Welt“ ausgezeichnet wurde, spricht ja nun auch nicht gerade dagegen. Jedenfalls ist es eine Kommune, die ihre Geschichte lebendig hält – und deren Häuser, Kirchen und Plätze viele Geschichten erzählen können. Besonders spürbar wird das in Münsters historisch-verträumtem Zentrum, beispielsweise am Prinzipalmarkt. In einer vollkommen unverwechselbaren Stadtkulisse eröffnen 48 Giebelhäuser, darunter das besonders auffällige Rathaus und das Stadtweinhaus, mit ihren Arkaden eine eigene kleine Welt von außergewöhnlichem Charme. Dass es sich hier auch außergewöhnlich gut einkaufen lässt, hat dann wieder mehr mit der Gegenwart zu tun. Gleich nebenan lädt die Salzstraße, Münsters älteste Handelsstraße, mit ihren Sehenswürdigkeiten zum Erkunden und Verweilen ein – allen voran die Barockinsel mit Erbdrostenhof, Dominikaner- und Clemenskirche mit ihrem schönen Barockgarten. Wieder ein paar Schritte entfernt folgt das Ludgeriviertel mit Restaurants, Kneipen und Cafés. Weiter geht’s zur Flaniermeile Rothenburg, wo im Druffel’schen Hof das Kunstmuseum Pablo Picasso eine großartige Heimstatt gefunden hat. Am nahegelegenen Domplatz dann beeindrucken St.-Paulus-Dom, die Domschatzkammer und das Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, und auch Kiepenkerl- und Kuhviertel sind ebenso außergewöhnliche wie attraktive Ziele in Münsters Altstadt. Hier, rund um die Überwasserkirche, ist Münster vielleicht noch am ursprünglichsten, hier vereinen sich Stadtgeschichte und Lifestyle in hübschen, verwinkelten Gassen.

Nicht nur an lauen Sommerabenden empfiehlt sich ein Abstecher an den Kreativkai, Münsters Ausgehmeile am Stadthafen. In alten Hafengebäuden und außergewöhnlichen Neubauten treffen Besucher beinahe rund um die Uhr auf eine aufregende Mischung aus Kunst und Kultur, Gastronomie und Szeneclubs – in stilvollem Ambiente und direkt am Wasser. Ebenfalls im Hafengebiet hat 2004 die Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster, kurz AZKM, eröffnet. Hier finden regelmäßig Einzel- und Gruppenausstellungen zeitgenössischer Künstler von nationalem und internationalem Rang statt, bekannte Größen des Kunstgeschäfts werden ebenso gezeigt wie vielversprechende Nachwuchskünstler. Schon etwas länger, seit 1919, ist die Freie Künstlergemeinschaft Schanze wegen ihrer regen Ausstellungstätigkeit ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Münster. Und noch etwas länger zurück liegt eines der größten Daten der Geschichte: Der 24. Oktober 1648, der offizielle Tag des Friedensschlusses zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges. Münster wird auf immer mit diesem Ereignis verbunden sein – ist aber durchaus im Hier und Heute angekommen. Das beweist schon das liebste Verkehrsmittel der Münsteraner: das Fahrrad. 100.000 Leute radeln jeden Tag in der Stadt umher, und auf jeden Einwohner kommen gleich zwei Fahrräder. Natürlich kommt in Münster auch der Kommissar mit dem Drahtesel zum „Tatort“, und die Radstation am Hauptbahnhof ist mit 3.500 Stellplätzen die größte in Deutschland. Möchten Sie also das richtige, das originale Münster-Gefühl erleben, sollten Sie sich unbedingt aufs Fahrrad schwingen. Wenn Sie jetzt auch noch wissen sollten, dass das Fahrrad hier oft Leeze genannt wird, dann steht einem perfekten Besuch in einer ebensolchen Stadt eigentlich nichts mehr entgegen. Und dann können Sie selbst entscheiden, ob Münster die für Sie schönste Stadt Deutschlands ist.

Städte Highlights

Inmitten Münsters historischer Altstadt nahe der Rothenburg, umschlossen von den Münsterer Arkaden, ist im von 1784 bis 1788 errichteten Druffel’schen Hof das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster untergebracht, das erste und bisher einzige Picasso-Museum Deutschlands.

Hinter denkmalgeschützten Fassaden beherbergt es mit über 800 Lithografien Pablo Picassos seit der Eröffnung 2000 eine in ihrer Geschlossenheit weltweit einmalige Sammlung. Das Museum zeigt außerdem Wechselausstellungen zum Leben und Werk des Künstlers und seiner Zeitgenossen.

Das Kuhviertel mit seinen urigen Kneipen und Münsters ältester Brauerei ist als Gastronomie- und Kneipenviertel bekannt: eine quicklebendige Mischung aus Studentenkneipen, historischen Lokalen und gemütlichen, typisch westfälischen Restaurants. Traditionell wird hier in den meisten Kneipen Altbier und Altbierbowle angeboten. Nicht nur wenn es dunkel ist, auch tagsüber ist hier eine Menge los. Doch gibt es weitaus mehr als Gaumenfreuden aller Art: Vor allem für Kunst- und Antiquitätenliebhaber hat das Kuhviertel viel zu bieten. Galerien, Kunsthandlungen, Antiquariate und das jederzeit zugängliche öffentliche Bücherregal mit Büchern zum kostenfreien Entleihen geben dem Viertel sein spezielles Flair.

Ob man sich als Kunstkenner bereits intensiv mit den Skulpturprojekten auseinandergesetzt hat oder wichtigen Exponenten der Gegenwartskunst in Münster zum ersten Mal begegnet, die Hintergründe zu den hiesigen Skulpturen überraschen, fesseln und begeistern. Die „Skulptur Projekte“ ist eine seit 1977 alle 10 Jahre stattfindende Skulpturenausstellung in Münster. Viele der Werke, darunter Arbeiten von Bruce Nauman, Claes Oldenburg und Donald Judd, sind nach der Ausstellung angekauft worden und inzwischen dauerhafter Bestandteil des Stadtbildes.

Seit etwa 1290 bilden die Zeilen aus Giebelhäusern mit Laubengängen den Prinzipalmarkt – die älteste Marktstraße und das Zentrum der Stadt. Shopping bei jedem Wetter – schon im Mittelalter war das unter den Arkaden am Prinzipalmarkt möglich. 48 Giebelhäuser mit dem berühmten Rathaus des „Westfälischen Friedens“, das Stadtweinhaus mit seiner Renaissancefassade, Bürgerhäuser und die Stadt- und Marktkirche St. Lamberti prägen den ehemaligen Hauptmarkt.

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