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Wuppertal: Die Stadt mit der Schwebebahn.

Wuppertal: Die Stadt mit der Schwebebahn.

Wuppertal ist die größte Stadt des Bergischen Landes und zugleich Wirtschafts-, Bildungs-, Industrie- und Kulturzentrum der Region. Und natürlich ist es vor allem die Stadt mit der Schwebebahn – wie auch der offizielle Slogan Wuppertals lautet. Entlang der Bahn präsentiert sich eine selbst- und geschichtsbewusste Stadt, die Erstaunliches zu bieten hat.

Seit gut 80 Jahren erst gibt es Wuppertal auf der Landkarte; lange vorher aber gab es schon die Großstädte Elberfeld und Barmen, außerdem die kleineren Siedlungen Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel, die 1929 als Barmen-Elberfeld neu gegründet wurden. 1930, nach einer Bürgerbefragung, wurde die Kommune in Wuppertal umbenannt, was es genau trifft: Die Stadt liegt im Tal der Wupper. Einige Kilometer folgt denn auch das berühmteste Bauwerk Wuppertals, die weltweit einzigartige Schwebebahn, dem Lauf des Flusses durch das Zentrum. Technisch gesehen allerdings schwebt die Bahn gar nicht: Korrekt wäre Hängebahn. Aber das interessiert die über 80.000 Fahrgäste nicht, die sie jeden Tag als sicheres und vor allem garantiert staufreies Verkehrsmittel schätzen. 1901 wurde sie eröffnet, ihr Tragegerüst wird seit 1997 weitgehend und historisch werkgetreu erneuert, während gleichzeitig die Haltestellen umgebaut und modernisiert werden. Wie die Schwebebahn gehört auch ein Theater von weltweitem Ruf zur Stadt: das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Unter der 36 Jahre währenden Leitung der großen Choreografin wurde der Tanz gleichsam neu erfunden, neu definiert; Schauspiel, Modern Dance und Musical verschmolzen hier zu einer neuen Ausdrucksform. Das Opernhaus in Wuppertal ist zurzeit die Heimatbühne des Theaters, weil das Ensemble aber oft auf Tournee geht, sollte man sich rechtzeitig um Karten bemühen. Anderenfalls kann auch ein Abend in der Historischen Stadthalle Wuppertal, eine der schönsten Konzert- und Tagungshallen Europas, höchsten Kulturgenuss bieten.

Die Stadthalle im wilhelminischen Stil ist zweifellos herausragend, gleichwohl aber nur eines unter vielen sehenswerten Gebäuden: Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg besitzt Wuppertal mit rund 4.500 Baudenkmälern die zweitgrößte historische Substanz in Nordrhein-Westfalen. Dabei ist besonders die Architektur des 19. Jahrhunderts mit bemerkenswerten Bauten vertreten; das Briller Viertel beispielsweise ist eine der größten und homogensten Villensiedlungen Deutschlands. Interessant sind auch die Messebauten aus der Gründerzeit nahe dem Elberfelder Zentrum. In Elberfeld ist auch das bedeutendste Kunstmuseum Wuppertals beheimatet, das Von der Heydt-Museum mit einer beeindruckenden Sammlung von Gemälden, Skulpturen, Grafiken und Fotografien aus der Zeit vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Schwerpunkt bilden dabei die französische Malerei des 19. Jahrhunderts und die Moderne, vertreten durch so große Namen wie Paula Modersohn-Becker, Max Slevogt, Lovis Corinth, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Wassily Kandinsky, Otto Mueller, Emil Nolde, Franz Marc, August Macke, Alexej von Jawlensky und Max Beckmann. Ebenfalls in Elberfeld ist das Uhrenmuseum zu Hause, aus kleinen Anfängen in den 1950er Jahren zu einer der umfassendsten Sammlungen zur Geschichte der Zeitmessung erwachsen – interessant auch für die Glücklichen, denen keine Stunde schlägt. Das wünschen sich sicher auch manche, die den weitläufigen Einkaufsbereichen Wuppertals ihre Zeit widmen – hier gibt es Einkaufscenter, Galerien und Boutiquen für jeden Geschmack. Die Vorzüge der bergischen Küche lassen sich in der gehobenen Gastronomie ebenso entdecken wie in originellen und gemütlichen Kneipen, die es hier an jeder Ecke gibt. Und auch als Nachtschwärmer kommen Sie in den vielen Clubs und Bars auf Ihre Kosten. Schön, dass es für den nächsten Morgen große Chill-out-Zonen gibt: Von der Stadtfläche ist rund die Hälfte für Landwirtschaft, Gärten, Wälder und Parkanlagen reserviert, darunter für einen der schönsten Zoos in Deutschland. Und für den Skulpturenpark von Tony Cragg, der zu einem Spaziergang durch die zeitgenössische Bildhauerei einlädt.

Städte Highlights

Mehr als 100 Jahre ist dieser stählerne „Tausendfüßler“ inzwischen alt, doch seine Technik begeistert bis heute. Wuppertals einzigartige Schwebebahn hat die Stadt auch über ihre Grenzen hinaus berühmt gemacht.

Um 1900 erbaut, ist sie auch heute ein zuverlässiges und sicheres Nahverkehrssystem. Sie durchquert die Stadt auf 13,3 Kilometern in 12 Metern Höhe. Kaum ein anderes öffentliches Verkehrsmittel hat bisher einen solchen Kultstatus erreicht; im Verlauf ihrer Geschichte sind mehr als 1,5 Milliarden Menschen über das Wupper-Tal geschwebt. An 20 Bahnhöfen können die Gäste auf der 35 Minuten dauernden Fahrt zu- und aussteigen.

Das international renommierte und preisgekrönte Tanztheater ist ein Ensemble, das 1973 von der weltweit anerkannten Choreografin Pina Bausch gegründet und bis zu ihrem Tode 2009 geleitet wurde. Pina Bausch ist das Wagnis eingegangen, mit einer neuen Interpretation des Tanzes und einem ästhetischen, künstlerischen und kulturellen Perspektivenwechsel den „Tanzmarkt“ zu revolutionieren, sie hat ihn von neuen Anfängen zu außergewöhnlichen Höhen geführt. Denn nicht die den Tanz charakterisierenden Bewegungen stehen im Mittelpunkt ihres Theaters, sondern der Mensch und seine Stellung innerhalb der Gesellschaft.

Vom grünen Hügel aus über die City blickend, erwartet den Besucher die um 1900 im prachtvoll-üppigen wilhelminischen Stil erbaute Historische Stadthalle als eines der repräsentativsten Veranstaltungsorte Wuppertals. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählend, ist sie gleichzeitig als Konzertsaal und Eventlocation bekannt – und wegen ihrer einzigartigen Akustik und der perfekten technischen Ausstattung auf der Höhe des 21. Jahrhunderts allseits geschätzt.

Das 1985 gegründete Von der Heydt-Museum ist die bedeutendste Kunstsammlung der Stadt, beheimatet in Wuppertal-Elberfeld und nicht nur wegen seiner Sonderausstellungen ein weithin bekanntes Museum für bildende Kunst. Die Dauerausstellung und der Fundus des Museums umfassen Gemälde und Plastiken vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Darunter sind unter anderem bedeutende Werke von flämischen, niederländischen, französischen und deutschen Künstlern unterschiedlicher Stile und Epochen.

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